Ein Instrument zur Stärkung der Kohärenz in Europa
Die EU unterstützt die Mitgliedstaaten bei ihren Bemühungen, ihren Bürgern die bestmögliche Bildung zu bieten. Darüber hinaus fördert sie die Mehrsprachigkeit in Europa als einen der wesentlichen Aspekte für die Schaffung eines gemeinsamen Bildungsraums und leistet einen Beitrag zum Lehren und Lernen von Sprachen. Zu diesem Zweck fördert sie auch die Mobilität von Studierenden, Praktikanten, Lehrkräften und Jugendlichen in der Ausbildung und stärkt so den Austausch von Informationen und Erfahrungen.
Die Idee zur Schaffung eines „Europäischen Bildungsraums“ entstand bereits 1999, als 29 europäische Bildungsminister den sogenannten „Bologna-Prozess“ ins Leben riefen. Das Ziel des Projekts ist es, auf europäischer Ebene vergleichbare Bildungssysteme mit hochwertigen und aufeinander abgestimmten Angeboten für Studierende sowie attraktive Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte zu schaffen.
Das Hauptziel dieser Initiative besteht darin, die europäischen Hochschulen zu modernisieren und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, indem die Studiensysteme zwischen den verschiedenen europäischen Ländern zusammenhängend und kompatibel gestaltet werden und der Austausch im Bereich der Forschung und Lehre weiter gefördert wird.
Der Bolognaprozess legt einige grundlegende Punkte fest:
• Ein zweistufiges Studiensystem: eine erste, mindestens dreijährige, berufsqualifizierende Studienphase (Bachelor), gefolgt von einer zweiten Phase (Master), die nur nach Abschluss der ersten Phase zugänglich ist.
• Verbesserung der Vergleichbarkeit von Abschlüssen, um deren Anerkennung in den verschiedenen europäischen Ländern zu gewährleisten und die Bildungsmobilität zu ermöglichen.
• Ein auf dem ECTS-Modell basierendes System zur Anrechnung von Leistungspunkten, das im Rahmen des Erasmus-Austauschs verwendet wird.
• Die Mobilität von Studierenden, Lehrenden und Forschenden zu fördern und zu finanzieren sowie jegliche Hindernisse dafür zu beseitigen.

Diese Vernetzung zielt auch darauf ab, die gemeinsame europäische Identität zu stärken. Der Koordinierungsprozess, an dem mittlerweile 47 Staaten beteiligt sind, zielt darauf ab, den Europäischen Hochschulraum zu schaffen.
Die Nutzung dieser breit gefächerten Angebote durch junge Menschen, unabhängig von ihren Qualifikationen und Begabungen, hängt jedoch stark davon ab, ob sie über solide Sprachkenntnisse verfügen oder nicht. Die Notwendigkeit eines angemessenen Niveaus an Kenntnissen der europäischen Sprachen ist in der Tat von entscheidender Bedeutung, um den Bildungsaufenthalt im Ausland erfolgreich abzuschließen. Dies gilt für Französisch, Spanisch oder Deutsch.
Die Kriterien für die Bewertung der Sprachkompetenzen sind im sogenannten CEFR festgelegt, einem Standard, der mittlerweile europaweit weit verbreitet ist.
Das bedeutet, dass in der Schule mindestens das Niveau B1 in der sogenannten Zweitsprache erreicht werden muss und, wenn möglich, ein Zertifikat als Teil des Abschlusses erworben werden sollte.
ur so lässt sich später innerhalb eines angemessenen Zeitraums ein B2-Zertifikat erwerben, das die Mindestvoraussetzung für die Bildungsmobilität darstellt.
Nachfolgend ein nützlicher Link zum Bolognaprozess>>>
Der Bologna-Prozess und der Europäische Hochschulraum – siehe auch European Education Area
